
Biographie
Taha Bader ist ein neo expressionistischer Maler aus Halle (Saale), der 1991 in Karatschi, Pakistan geboren wurde. Seit 2016 lebt er in Sachsen-Anhalt. Von 2009–2013 studierte er Communication Design an der renommierten Indus Valley School of Art & Architecture in Karatschi.
Von 2016 bis 2018 absolvierte er zusätzlich an der Hochschule Anhalt in der Bauhausstadt Dessau einen Master in Integrated Design. Schon von Kindheit an malt und zeichnet Taha Bader, in Stendal in mitten der Corona-Pandemie hat er jedoch die Liebe zur Malerei voll entfaltet. Seitdem malt er neben seinem Job als User Experience (UX)-Designer leidenschaftlich. Seit 2022 sind seine Werke in Ausstellungen zu sehen.
Ausstellungen
Gruppenausstellung / Unsichtbar
GRASSI Museum für Volkerkunde Kunst | Leipzig
1. Dezember 2023 – 1. Dezember 2028
Duoausstellung / Ein Schmerz und eine Freude Mariens
Domstift Museum | Brandenburg an der Havel
22. August – 31. Oktober 2026
Gruppenausstellung / (UN-)WIRKLICH jung + gegenständlich
Förderpreis Bodenseekreis | Bodenseekreis
27. März – 3. Juli 2026
Gruppenausstellung / Radikale Verunsicherung
Sparkasse Karlsruhe Kulturstiftung | Karlsruhe
6. März 2026 – 1. April 2026
Einzelausstellung / Karatschi. Momente
August-Bebel Platz Sekundar Schule | Leuna
23. Jan 2026 – 18. Feb 2026
Einzelausstellung / Karatschi. Momente
Kunstverein Rheinstetten | Rheinstetten
29. Nov 2025 – 18. Jan 2026
Einzelausstellung / Flechte mir Erinnerungen
Galerie Momente | Halle (Saale)
19. Juli 2025 – 18. Okt 2025
Gruppenausstellung / Momente aus Karatschi II
CoSy-Festival | Dornburg
10. Juli 2025 – 22. Juli 2025
Einzelausstellung / Momente aus Karatschi I
BBKarium | Dessau-Roßlau
01. Juli 2025 – 30. Juli 2025
Gruppenausstellung / Male Figure XIV
Kunstbehandlung | München
20. März 2025 – 3. Mai 2025
Gruppenausstellung / Always change a running system
Blech | Halle (Saale)
28. Februar 2025 – 27. April 2025
Einzelausstellung / Quiet Boys
Galerie Momente | Halle (Saale)
24. August 2024 – 30. Oktober 2024
Einzelausstellung / Momente aus Karatchi
Galerie Momente | Halle (Saale)
6. April 2024 – 24. Juni 2024
Einzelausstellung / Die Momente 2
Stadt- & Museumshaus Waldheim
3. September 2023 – 24. November 2023
Einzelausstellung / Die Momente
inlingua Stendal | Hansestadt Stendal
1. Oktober 2022 – 3. Dezember 2022
Sammlung
Queerformat / GRASSI Museum für Volkerkunde Kunst | Leipzig | 2024
Flechte mir Erinnerungen / Stadtbibliothek Halle Saale | 2025
Highlights













Künstler-Statement
Meine künstlerische Praxis entstand während der Pandemie als Mittel zur Bewältigung der Ungewissheit, ob ich meine erste Heimat, Karachi, jemals wiedersehen würde. Was damit begann inspiration aus meinen Kindheitserinnerungen der 90er Jahre zu schöpfen, entwickelte sich allmählich zu einer feinen Beobachtung dessen, was mir in meiner Umgebung in Halle (Saale) fehlte: Räume der Besinnung. Ich sehnte mich nach Orten wie der kühlen Marmorveranda einer Moschee in der Nachmittagshitze – einem Ort, um das Leben zu beobachten und gleichzeitig über die innere Welt zu nachzudenken.
Da die deutsche Gesellschaft abseits des westlichen Medienfokus nur selten sieht, wie das alltägliche Leben pakistanischer Kunsthandwerker, queerer Menschen und Matriarchinnen aussieht, ist es mein Ziel, ein Gegennarrativ anzubieten. Als deutsch-pakistanischer expressionistischer Maler versucht mein aktuelles Werk, die emotionalen Ähnlichkeiten zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen kulturellen Welten aufzuzeigen. Es lädt die Betrachtenden ein, Zugang zu einem gemeinsamen inneren Monolog zu finden, der ursprünglicher ist als die Grenzen, die uns trennen – jene leise Stimme, mit der wir konfrontiert werden, wenn wir in unserem geschäftigen Leben endlich innehalten und nachdenken.
Jedes meiner Gemälde ist eine direkte Beobachtung von Menschen, die ich getroffen habe; Räumen, die ich bewohnt, und Erfahrungen, die ich durchlebt habe. Wenn ich diese vertrauten Räume wieder aufsuche, nehme ich Videos anstelle von Fotos auf. Zurück im Atelier meditiere ich über diese Aufnahmen, um die genauen Gefühle, Geräusche und Erlebnisse jenes bestimmten Moments wieder abzurufen. Vor dem eigentlichen physischen Akt des Malens kläre ich die Komposition in kleinen Skizzen (Thumbnails) und übe meine formgebenden Pinselstriche im originalMaßstab.
Ich verwende einen einzigen, breiten Flachpinsel für alles – vom kleinsten Detail bis hin zu den breitesten, form offenbarenden Strichen. Sie sind absichtlich unpräzise und dennoch exakt dort platziert, wo sie gebraucht werden. Die Farbe Mango-Orange – die Frucht meiner Kindheit mit ihren 200 Sorten in Pakistan – und die Preußisch blau – sowie Kobaltblautöne islamischer Fliesenkunst sind die Farben, die meine Geschichte erzählen. Ich möchte, dass das Gemälde in einem Zustand der Mehrdeutigkeit und Spannung existiert. Es ist ein Dialog, bei dem genug gesagt wird und doch genug ungesagt bleibt, sodass die Betrachtenden ihre persönlichen Geschichten in die Räume füllen können, die ich geschaffen habe.

